Mirjam Völker, Armada, 2017, Acryl auf Leinwand, 150 x 120 cm, Foto: Uwe Walter, Berlin
Mirjam Völker, Armada, 2017, Acryl auf Leinwand, 150 x 120 cm, Foto: Uwe Walter, Berlin

Mirjam Völker
TAKE FIVE

Eröffnung: Dienstag, 16. Januar 2018, 17 - 20 Uhr

Ausstellung: 16. - 20. Januar 2018

 

Galerie EIGEN + ART Berlin
Auguststraße 26
D - 10117 Berlin
Tel. +49.30.280 6605
Di-Sa 11-18 Uhr
www.eigen-art.com



Das Spiel mit fragilen Kompositionen, die Verschränkung von Vegetation und vom Mensch gemachtem Raum ist ein wiederkehrendes Element in der Malerei von Mirjam Völker. Man erkennt Hütten, Baracken, Refugien, die ihren originären Zweck, Menschen oder anderen Lebewesen Schutz und Obdach zu bieten, nicht mehr erfüllen. In ihren surrealen Gemälden und Zeichnungen entbrennt ein spannungsgeladener Kampf zwischen Natur und zivilisatorischen Artefakten, die sich dabei dennoch sehr ähnlich sind, wie sie ineinander hineinwuchern und sich gegenseitig zerstören. An einigen Stellen werden die Behausungen und Überwucherungen transparent und die Materialität scheint sich aufzulösen. Dieses Wechselspiel aus Überlagerungen der Ebenen und Auflösung führt zusammen mit den auf die Spitze getriebenen, waghalsigen Perspektiven zu einem Eindruck von Unbehagen und Instabilität. So chaotisch und unsicher die Arbeiten erscheinen, stehen sie im Kontrast zu der Präzision und Akkuratesse, mit der Mirjam Völker ihre detailreichen Bilder aus Acryl und Kohle schafft. Dabei entstehen ganz verschiedene Formen von Vegetation-Behausungs-Kombination bei denen man sich fragt, was in was wuchert, die Natur in die Hütten oder die Hütten in die Natur?

 

Mirjam Völker (geboren 1977 in Wiesbaden) studierte freie bildende Kunst an der Akademie für Bildende Künste der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig. Anschließend war sie Meisterschülerin bei Neo Rauch. Sie lebt und arbeitet in Leipzig. 
Mirjam Völker wurde bereits in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter u.a. im Nassauischen Kunstverein in Wiesbaden, in der G2 Kunsthalle in Leipzig, im Kunstverein Eislingen und in der Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin.

 

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The play with fragile compositions, the interlocking of vegetation and space created by humans, is a recurrent component in Mirjam Völker’s painting. You are able to see cottages, barracks, refuges that no longerfulfill their original purpose of offering people or other living things protection and shelter. In the surreal paintings and drawings, a tense fight flares up between nature and civilizationartifacts, and yet they are very similar when they rampantly mesh and destroy each other. In some places, the homes and overgrowths are becoming transparent and the materiality seems to dissolve. This interplay between the overlay of the levels and the dissolution leads together with the daring perspectives to an impression of discomfort and fragility. The chaotic and unstableappearance, stands in contrast to the precision and accuracy, with which Mirjam Völker creates her detailed images with acrylic and charcoal. This leads to quite different forms of vegetation-homes combinations where one wonders what is rampant in what, nature in the homes or homes inthe nature?

 

Mirjam Völker (born 1977 in Wiesbaden, Germany) studied at the Akademie für Bildende Künste der Johannes Gutenberg-Universität Mainz as well as painting at the Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig. Afterwards, she was in the master class of Neo Rauch. She lives and works in Leipzig.
Mirjam Völker's work was already shown in solo and group exhibitions, like in the Naussauischer Kunstverein in Wiesbaden, in the Kunstverein Eislingen, in the G2 Kunsthalle in Leipzig and in the Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin.